Montag, 23. Januar 2012

Willkommen - Schalom

ich hab das Blog schreiben echt vermisst.. also herzlich willkommen an alle.

Nun beginnt wahrscheinlich Anfang Februar viel schneller als erwartet mein 2. Auslandsaufenthalt in Israel. Sowie der ertse schon, ist es ein pures Wunder für mich. nunja, dort werde ich jedenfalls in einem Kindergarten und einer Grundschule mitarbeiten und nachmittags in meiner Gastfamilie mich nützlich machen.
Es geht also wieder um Kids (yaeha!) und soziales Engagement, doch für mich steckt da noch viel mehr dahinter: diese 7. Israelreise dauert endlich ein bisschen länger als nur 3 Wochen, in dieser Zeit hab ich die Chance die Sprache zu lernen und die Menschen dort in ihrer Kultur und im Alltagsleben besser kennenzulernen. "Ich liebe Israel" ist leicht gesagt, doch nun kommt es auf das Tun an.
Versöhnung zwischen Deutschland und Israel spielt natürlich auch eine Rolle. Ich bin nun schon eigentlich Ur-Enkelin von Leuten, die mehr oder weniger aktiv mitgeholfen haben, das jüdische Volk zu vernichten. Erst gestern hab ich erfahren, dass mein Ur-Opa als Tischler Baraken-Bretter hergestellt hat und auch geholfen hat, Lager aufzubauen.. Es ist schwer zu sagen, inwieweit er sich da schon schuldig gemacht hat.. Keine Ahnung. Ich kann das nicht beurteilen. Ich glaub auch nicht, dass es noch unmittelbar meine Schuld wäre, die ich zu sühnen hätte; aber ich glaube trotzdem, dass wir als Deutsche die besondere Verpflichtung haben, Israel Gutes zu tun, schon allein, damit wir nie vergessen.
Was ich wirklich mag, ist der Fakt, dass ich mit messianischen Juden zusammenarbeiten werde. Der gemeinsame Glauben an Jesus bringt dort Menschen aus ganz verschiedenen Ecken dieser mega-vielfältigen Gesellschaft zusammen: Juden aus ganz verschiedenen Nationen, Araber, Armenier, und ein paar Ausländer von UK und US. Natürlich fänd ich es irgendwie auch schön, aus der christlichen Ecke mal ein wenig rauszukommen, aber in dieser Ecke hat man dort eben einen ganz besonderen -wenn auch nicht unbedingt neutralen- Standpunkt.
Um genau zu sein, stell ich mich dann zu einer mehr oder weniger schwer verfolgten Minderheit. Ich glaub, das wird auch eine ganz gute Schulung, für seine Überzeugungen einzustehen, ganz egal, welchen Gegenwind oder Druck von außen ich dadurch erfahre. Wobei ich persönlich gar nicht so viel zu befürchten hab. Es sind viel mehr die jüdischen Leuten, die in Schwierigkeiten geraten können, wenn sie an Jesus glauben. Aber einfach von diesen Leuten zu lernen und helfend an ihrer Seite zu stehen wird ein riesiges Privileg sein.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie man in Sachsen sagen würde =), und freu mich, euch mit ein paar Bildern oder Texten auf den Laufenden zu halten.
Schlömchen

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